Die Faszination für Tiere begleitet mich seit meiner Kindheit. Besonders Pferde haben mich früh geprägt. Mit neun Jahren begann ich zu reiten und verbrachte fortan mehr Zeit im Stall als zu Hause. Schon damals zog es mich weniger zur reinen Reiterei als zum Beobachten, Verstehen und Hinterfragen: Wie kommunizieren Pferde? Warum verhalten sie sich, wie sie es tun? Wie kann ein fairer Umgang gelingen? Diese Fragen begleiteten mich durch meine Schulzeit, in der ich mich intensiv mit tierbezogenen Themen beschäftigte. Meine Schulabschlussarbeit widmete ich der Evolution des Pferdes.
Daraus entwickelte sich früh der Wunsch, wissenschaftlich und pädagogisch im Bereich der Mensch‑Tier‑Beziehung tätig zu sein. Ich studierte Erziehungswissenschaft und Verhaltensbiologie an der Universität Wien. Während meines erziehungswissenschaftlichen Studiums lag mein Schwerpunkt auf Interventionsforschung, in der Verhaltensbiologie auf den Mechanismen der Mensch‑Tier‑Beziehung und den physiologischen Effekten pferdegestützter Interventionen. Meine Promotion im Bereich der Verhaltensbiologie absolvierte ich an der Anglia Ruskin University in Cambridge, mit Fokus auf Sozialverhalten und Stressphysiologie bei Pferden.
Heute verbinde ich Erkenntnisse aus Verhaltensbiologie, Neurobiologie und Tierwohlforschung mit praxisnaher Wissensvermittlung. Im Rahmen meiner Tätigkeit an der Veterinärmedizinischen Universität Wien war ich unter anderem in der Tierwohlforschung tätig. Zudem lehre ich zu Pferde‑ und Hundeverhalten, zur Mensch‑Tier‑Beziehung sowie zu Low‑Stress‑Handling im veterinärmedizinischen Kontext. Praktische Erfahrung sammelte ich unter anderem im heilpädagogischen Voltigieren (ÖKTR) sowie als Centered Riding® Instruktorin.
Besonders prägend waren Reisen zu freilebenden Pferdeherden in verschiedenen Teilen Europas. Die Beobachtung ihres natürlichen Sozialverhaltens hat meinen Blick auf Pferde nachhaltig verändert und mein Verständnis für ihre sozialen Bedürfnisse vertieft.
Auch das Leben mit Hunden spielt eine zentrale Rolle. Seit 2008 begleiten mich Hunde im Alltag. Durch sie beschäftige ich mich intensiv mit hündischer Kommunikation, Training, Emotionsmanagement, Medical Training und Desensibilisierung. Besonders prägend ist heute mein Kooikerhondje-Rüde Milo. Aufgrund seiner hohen Sensibilität, seinen Unsicherheiten im Umgang mit fremden Hunden und Menschen sowie seiner Neigung zu reaktivem Verhalten befasse ich mich intensiv mit den Themen Hundeverhalten, Training, und Emotionsmanagement, Medical Training und Desensibilisierung. Zudem gehen wir sehr intensiv unserm gemeinsamen Hobby, dem Dummytraining nach.
Mit Connected Companions verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse aus Verhaltensbiologie, Interventionsforschung und der Mensch‑Tier‑Beziehung mit dem Ziel, Verständnis zu fördern – denn Verstehen verändert, wie wir Tiere sehen. Und genau dort beginnt für mich nachhaltiges Tierwohl und echter Tierschutz.
Weil Verstehen verbindet!
Denise